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Gerüstet für den Handel 2020?

In erster Linie denken die meisten Leute, wenn Sie von E-Commerce hören an Amazon, Zalando & Co. Allerdings wissen die wenigsten, dass der größte Anteil des E-Commerce-Umsatzes hierzulande nicht im B2C-Bereich sondern im B2B erwirtschaftet wird. Dabei können B2B-Händler noch einiges vom B2C-Markt lernen.

Kurze Exkursion


Für diejenigen unter uns, die nicht täglich mit diesen Begriffen zu tun haben: bei E-Commerce handelt sich um den elektronischen Geschäftsverkehr. Genauer gesagt ist damit der Handel im Internet gemeint – werben, kaufen oder verkaufen ohne das Haus zu verlassen, ganz bequem vom eigenen Rechner aus. B2B ist die Abkürzung für Business-to-Business und bezeichnet allgemein die Beziehung zwischen Unternehmen. B2C steht für Business-to-Consumer und somit für Kommunikations- und Handelsbeziehungen zwischen Unternehmen und Privatpersonen.

870 Milliarden Euro jährlicher E-Commerce-Umsatz im B2B-Markt


Nun zurück zum eigentlichen Thema: 95 Prozent des gesamten E-Commerce-Marktvolumens in Deutschland entfallen auf dem B2B-Markt! Wir sprechen hier von einem jährlichen Umsatz von 870 Milliarden Euro. Die IFH Köln fand in ihrer Studie „B2B-E-Commerce-Markt in Deutschland 2013“ heraus, dass gerade mal vier Prozent, davon also immerhin 35 Millionen Euro, über Onlineshops umgesetzt werden. Im Gegensatz zum B2C-Handel der laut Branchenverband BVH knapp 40 Milliarden Euro über Onlineshops erwirtschaftete. Es ist also noch Platz nach oben offen...

Wenn im B2B-Bereich nur 4 Prozent über Onlineshops erwirtschaftet wird, wie werden dann die restlichen 96 Prozent  umgesetzt? Vier Fünftel der Ware im B2B-Geschäft finden automatisiert ihren Käufer, das heißt über Bestellsysteme. Via Datentransfer sind Hersteller und Einkäufer automatisch verbunden: der Kunde loggt sich beim Hersteller ein und überträgt Daten aus Listen heraus. Alternativ können Bestellungen komplett ins System importiert werden. Dieses System funktioniert und wird es noch eine zeitlang geben. Allerdings liegt die Zukunft im Onlineshop.

Gerüstet für den Handel 2020?


Im automatisierten System lassen sich keine konfigurierbaren Produkte abbilden, dies kann nur ein Onlineshop. B2B-Händler haben meist sehr individuelle Produkte in ihrem Portfolio, die man nicht über standardisierte Listen erfassen kann. Denn diese Produkte werden erst nach der Bestellung hergestellt und produziert. So haben HALBE Rahmen, die eine hochwertige und individuelle Rahmenlösung für Fotografien, Kunstwerke und Bilder anbieten, auch auf eine individuelle Shoplösung zurückgegriffen und verkaufen ihre einzigartigen Rahmen über das Internet. Zu ihren Kunden zählen sowohl B2B als auch Privatpersonen. Die Kunden stellen ihren persönlichen Rahmen mit Hilfe eines Konfigurators zusammen und schicken dann ihre Bestellung ab, woraufhin HALBE Rahmen diese erst produziert. Der Bestellprozess wird somit verkürzt und der Kunde kann – dank des Konfigurators – seinen Rahmen bereits am Bildschirm sehen, so dass es am Ende keine bösen Überraschungen gibt.

B2B folgt dem B2C


Immer mehr Menschen übertragen ihr privates Kaufverhalten auch in den Berufsalltag. Bereits 78 Prozent der deutschen Einkäufer starten heute ihre Recherche über das Internet und besuchen entsprechende Seiten und Präsentationen der Produkte. In Zukunft werden die Einkäufer von ihren Geschäftspartnern noch stärker digitale Angebote verlangen.

Hansjürgen Heinrick, Autor der IFH-Studie „B2B-E-Commerce-Markt in Deutschland 2013“ sagt: „Unternehmen, die im B2B-Geschäft unterwegs sind und keinen Online-Shop betreiben, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie die Chance verpassen, ihre Kompetenzen und ihr Sortiment online zu präsentieren. Der Online-Shop fungiert quasi als Schaufenster – auch im B2B-Bereich. Hier besteht aktuell noch großer Nachholbedarf.“

Die Chance nicht verpassen


Über das Internet erreicht man heutzutage mehr Menschen als über irgendein anderes Medium sonst. Wieso also nicht ein digitales Schaufenster für seine Produkte schaffen? Sie müssen ja noch nicht direkt auch ihre Ware online verkaufen. Aber wer sich heute nicht für die Kunden der Zukunft rüstet, kann schon morgen zu den Verlierern zählen.

Wie sieht eure Meinung zum Onlineshop im B2B-Bereich aus? Gehört ihr vielleicht sogar schon zu den vier Prozent, die ihre Ware über einen Onlineshop verkaufen? Wie sind eure Erfahrungen?

Quellen:

 

 

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