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TYPO3 Neos, bitte was?

„Neos? Ist das nicht dieser Typ von Matrix?“ So oder so ähnlich fallen die Reaktionen aus, wenn man jemandem von TYPO3 Neos erzählt. Neu auf dem Markt ist es noch nicht sonderlich verbreitet und der Name ist Programm: So weicht Neos den metaphorischen Kugeln in Form von Endnutzerfehlern, die auf ihn abgefeuert werden, gekonnt aus und führt so zu einer optimalen Bedienbarkeit.

Bevor ich anfange zu erzählen, möchte ich darauf hinweisen, dass ich mich, als ich anfing, mich mit Neos auseinanderzusetzen, selbst zwei recht unpraktischen Umständen gegenüber sah: Zum ersten habe ich gerade erst meine Ausbildung als Fachinformatiker angefangen und darum wenig bis gar keine Erfahrung im Umgang mit irgendwelchen Content-Management-Systemen, zum zweiten war Neos zu diesem Zeitpunkt noch in einer – wenn auch schon halbwegs fortgeschrittenen – Alphaphase. Aber zuerst mal die Grundfrage:

Was ist TYPO3 Neos?

TYPO3 Neos ist, wie der Name schon sagt, eine Version von TYPO3. Oder eigentlich ist es mehr als eine Version, es ist ein paralleles Projekt des TYPO3-Teams und weitgehend eigenständig. Wer in letzter Zeit mit aktuellen TYPO3 Versionen gearbeitet hat, dem wird aufgefallen sein, dass die Versionsnummerierung einen Sprung gemacht hat. Nach Version 4 kam nicht 5, sondern direkt 6. Das hängt damit zusammen, dass bei der Entwicklung von TYPO3 5 ein neuer Ansatz gefahren wurde. Es ergab sich dann, dass daraus etwas komplett anderes entstand als das bekannte TYPO3. Aus diesem Grund wurde der Name von TYPO3 5 über Phoenix zu Neos geändert.

Bereits Ende 2012 stand die erste Alpha-Version zum Download bereit. Das Wörtchen „bereits“ ist hier relativ, wenn man bedenkt, dass die Version erstmals 2008 angekündigt wurde. Aber was ist nun dieser ominöse neue Ansatz? Was ist so „neo“ an Neos?

Erstmal eingerichtet, bietet Neos die bestmögliche User-Freundlichkeit. Während andere TYPO3 Versionen unübersichtlich werden können, weil man zum Beispiel nicht direkt erkennt, wo sich welches Element befindet, erlaubt Neos die Bearbeitung direkt auf der Seite. Man ist also in der Lage, eins zu eins seine Änderungen zu verfolgen. Das minimiert das Fehlerpotenzial, man muss nicht mehr so viel Zeit in aufwändige und ärgerliche Fehlerkorrekturen investieren und somit kann man sich mehr auf den Content konzentrieren. Zum Vergleich:

So sieht das klassische TYPO3-Backend aus. Gut strukturiert und funktional einwandfrei. Wenn wir uns aber zum Vergleich das Neos-Backend anschauen,  

sehen wir, dass wir die Seite die ganze Zeit vor Augen haben. Man klickt auf das Element, das man bearbeiten möchte und legt los. Und tatsächlich ist das für den Endnutzer schon alles, während der Entwickler noch eine große Aufgabe hat:

Die Installation von Neos

Wie gesagt, habe ich zuerst mit einer Alpha-Version gearbeitet und deswegen stellte sich vor allem dieses Thema als eine nicht einfach zu bewältigende Aufgabe heraus. Natürlich sind die Fehler größtenteils – beziehungsweise eigentlich sogar vollständig – behoben und treten so nicht mehr auf, zum Glück muss man sagen. Aber dafür ist die Alpha ja nun mal da. Die Installation verläuft mittlerweile sehr einfach und nach Anleitung, die man in der offiziellen Dokumentation nachlesen kann. Wenn man die Grundlage installiert hat, kann man seine eigene Seite einrichten, indem man zuerst eine neue im Backend anlegt. Danach muss man noch Elemente einrichten, sofern man angepasste haben möchte. Diese lassen sich erstellen, indem man via TypoScript die nötigen Objekte mit allen gewollten Eigenschaften erstellt. Dann passt man die Stylesheets noch an, sodass sie den eigenen Gestaltungsvorlagen entsprechen, schon ist man fertig. Klingt ganz einfach, ist es auch, wenn man sich an die Dokumentation hält. Und wie gesagt: in erster Linie ist Neos für den Kunden. Dieser hat nicht einmal diese Arbeit, sondern steigt ein in eine Seite, die sich sehr einfach bedienen und mit Content befüllen lässt.

Bedienung und Steuerung

Die Oberfläche des Backends ist nicht nur schön anzusehen, sondern die gesamte Bedienung gestaltet sich absolut intuitiv. Man muss sich nicht lange mit Neos auseinandersetzen, bis man damit effizient arbeiten kann. Das Einpflegen von Content-Elementen erfolgt direkt auf der Seite, also direkt im gestylten HTML. Auf diese Weise sieht man seine Änderung und man spart darüber hinaus Zeit, da sich eine Überprüfung kürzer gestaltet durch das Wegfallen der „Voransicht“, die man ja nun nicht mehr extra laden muss.

Fazit

TYPO3 Neos ist ein großer Schritt in der Webentwicklung und weist schon jetzt großes Potential für die Zukunft auf. Es ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern funktioniert auch mittlerweile einwandfrei. Die Installation sowie die Bedienung funktionieren auf intuitiver, leicht verständlicher Basis und bieten somit jedem die Möglichkeit, eine eigene Webseite aufzusetzen. Und jetzt die Frage an euch: Wer hat Erfahrungen mit Neos gemacht? Wer kann etwas berichten? Was haltet ihr davon? Hinterlasst einfach einen Kommentar!

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